Wie ich mit Chi statt Botox aufgehört habe

By Christina | Blog

Jun 20

Ich weiß, ich weiß. Ich predige euch immer, nehmt euch 10 Minuten Zeit an den Werktagen, um „Chi statt Botox“ anzuwenden, das ist vollkommen ausreichend für wunderbare Ergebnisse. Ich selbst mache das seit Jahren. Tja, und dann gibt es natürlich immer wieder Phasen wie diese…

Vor ein paar Wochen habe ich damit aufgehört. Warum? Hmm, ich hatte so wenig Zeit und so viel Stress und bla-bla-bla. Das würde ich euch gerne erzählen. Aber es stimmt nicht.  Also wenn ich ganz ehrlich bin, war es nur der unspektakuläre graue Schweinehund. Es hat mich nicht gefreut, Punkt. Zuerst dachte ich, setz halt eine Woche aus, das ist doch wurscht (Übersetzung: egal 😉 ). Aus einer Woche wurden zwei, und dann drei, und nichts geschah, und dann habe einfach völlig darauf vergessen.

Letzte Woche waren wir in Kroatien. Man entspannt sich, spürt sich besser, wird achtsamer. Und so sitze ich am Frühstückstisch, höre dem Zwitschern meiner Kinder zu und fühle mich nicht wohl. Mein Kopf ist merkwürdig schwer, meine Augen wollen nicht richtig wach werden. Mir wird bewusst, dass ich mich schon seit einigen Tagen morgens so müde fühle. Ich trinke noch einen Kaffee. Er hilft nicht, nur mein Magen tut weh, ich bin keine große Kaffeetrinkerin. Es dauert geschlagene zwei Stunden, bis ich  nicht mehr das Gefühl habe, eine geschwollene Melone auf meinen Schultern zu tragen. Am nächsten Tag dasselbe. Ich schiebe es auf die Hitze. Erst als ich vor dem Spiegel stehe, mein Gesicht einschmiere und mir denke, wow, meine Haut fühlt sich seltsam rau an und ich habe das Gefühl, als würde von der Creme ohnehin nichts durchdringen, fällt mir ein, dass ich seit Ewigkeiten „Chi statt Botox“ vernachlässige. Ein Glücksgefühl steigt auf, ich weiß jetzt nämlich, dass ich mich heute nicht den halben Tag wie ein alter Elefant fühlen werde.

Als erstes mache ich Gesichtsyoga. Doppelt so lang wie sonst, also eine gute Viertelstunde. Danach ist das Gefühl der Müdigkeit und Schwere im Kopf weg. Ich fühle mich schon wohler. Leider habe ich keinen Schaber und auch keinen Schröpfer mit. Ich hole mir einen Suppenlöffel und versuche, damit zu schaben. Es fühlt sich unangenehm an, das ist mir auf der frisch sonnengebräunten Haut zu intensiv. Die Email einer Leserin fällt mir ein, die geschrieben hat, dass sie fürs erste mit der Espresso-Untertasse schabt. Ich suche erneut in der Küche und probiere es damit. Es ist nicht dasselbe wie meine Schaber, aber es funktioniert. Meine Haut sieht wieder frischer aus, fühlt sich weicher an, ich kann die Lymphflüssigkeit förmlich abließen spüren. Ich fühle mich vollkommen anders als noch vor einer halben Stunde. Glücksgefühle machen sich breit.

Dieses geile fitte Körpergefühl steht auf meiner Werteskala nämlich ziemlich weit oben. Für mich hat das gar nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern einfach mit Lebensqualität. Wenn ich mich nicht fit fühle, habe ich trübe Gedanken und das zieht einen ganzen Rattenschwanz nach sich. Die Schwellungen um meine Augen sind weg, ich fühle mich auf einen Schlag um zwanzig Jahre jünger. Und weil ich mich gerade so wohl fühle, melde ich meiner Familie, dass ich einen Strandspaziergang mache, allein mit mir, um den Tag einfach mit Achtsamkeit und einem zufriedenen Lächeln anzufangen, um mich selbst gut zu spüren und dem Wellengang zu lauschen, um glücklich, dankbar und verbunden zu sein. Ehrlich, wie oft kommt eine Frau – und erst recht Mutter – zu solchen Momenten.

Na ja, und daraufhin dachte ich, statt euch heute neuen Stoff zu schicken, sollte ich euch vielleicht zwischendurch lieber etwas Motivation schicken. Deswegen erzähle ich euch diese Geschichte. Bleibt dran, es lohnt sich. Macht mal Pause, aber kehrt bald zu den Chi statt Botox-Methoden zurück. Gönnt euch diese jugendliche Frische, dieses Körpergefühl, das nicht beim Hals aufhört, sondern sich auch im Gesicht, im Kopf und durch und durch im ganzen Körper ausbreitet.

Wenn du noch nicht weißt, was Chi statt Botox ist, lies hier nach: Klick

 

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About the Author

Mag. Christina Schmid - In Vorträgen, Kursen und Artikeln vermittle ich mein Wissen aus meiner langjährigen Erfahrung mit alternativen Heilmethoden, Coaching und meinen vielfältigen Ausbildungen. Mein Motto: "Jeder Mensch sollte die Gelegenheit haben, das Beste für sich zu tun". So versuche ich, den Menschen Zugang zu einem Wissen zu vermitteln, welches sonst ausgewählten Kreisen vorbehalten bleibt.